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10 Terminal Commands die Jeder Mac Benutzer Kennen Sollte

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This post is part of a series called Taming The Terminal.
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German (Deutsch) translation by Florian Fischer (you can also view the original English article)

Terminal auf OS X ist, meiner Meinung nach, ein Teil des Betriebsstems, der häufig übersehen wird. Viele Mac-Neulinge haben Angst davor Terminal zu benutzen, da sie meist durch Code-Bezogenes oder fortgeschrittene Befehle abgeschreckt werden. Der Schlüssel ist, keine Angst vor Terminal zu haben und es als Feature für die technisch versierten Benutzer zu sehen.

Kennt man erst einmal ein paar Grund-Befehle von Terminal, kann das tatsächlich die Benutzung von OS X verbessern. Also alle da draussen, die gerade erst damit anfangen, hier sind meine Top10 Befehle, die jeder Mac Benutzer kennen sollte.

Bevor wir anfangen...

Bevor wir anfangen damit herumzuspielen, ist es hilfreich kurz zu erläutern, was Terminal ist (natürlich ohne zu sehr auf technischer Ebene zu sprechen)

Terminal OS X
Terminal.app unter OS X (Lion)

Terminal (offiziell Terminal.app genannt) ist, genau genommen, ein emulator und arbeitet typische UNIX Befehle (OS X ist ein UNIX-basiertes System, im Gegensatz zu Windows, das NT-basiert ist) ab. Anders als OS X, welches eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) besitzt, ist Terminal eine textbasierte Oberfläche, die eben getippte Befehle erfordert - was der Grund sein könnte warum so viele davor zurückschrecken!

Wir wollen hier nicht zu sehr ins Detail gehen wie Terminal funktioniert, aber um dem Tutorial zu folgen, sollte man die folgenden drei Befehle drauf haben.

  • ls - listet die Inhalte eines bestimmten Ordners auf
  • cd - wechselt in ein anderes Verzeichnis (wie bei DOS)
  • sudo - als superuser anmelden um spezielle (sicherheitskritische) Benutzerrechte zu erhalten

Tipp: Extrem vorsichtig sein beim Benutzen von sudo. Üblicherweise muss man sein OS X Passwort eingeben und jeder Fehler kann dazu führen, das System komplett vor die Wand zu fahren. Im Zweifel lieber nicht verwenden.

1. Lion/Mountain Lions Sonderzeichen Pop-up Fenster

Für Menschen wie mich, die häufig ausländische Akzente benutzen, ist das Fenster, das erscheint, wenn man einen Buchstaben für eine längere Zeit gedrückt hält extrem hilfreich. Aber, für die von Euch, die einfach nur häufig denselben Buchstaben schreiben wollen, kann das ziemlich nervig werden. Dieser einfache Trick schaltet die Funktion ab.

Drücke Enter und log dich aus und wieder ein um die Änderung zu sehen. Wenn Du wieder zurück zum Standard-Verhalten möchtest ersetze false durch true in der o.a. Zeile.

2. Die Standard-Zeiträume in Time Machine ändern

Standardmäßig legt Time Machine jede Stunde ein Backup an, wenn es aktiv ist. Das kann über Terminal verändert werden. Dazu tippt man folgendes ein:

Damit legt Time Machine alle 30 Minuten ein Backup an. Um das auf den gewünschten Wert zu ändern, muss man einfach 1800 mit dem Interval in Sekunden (15 Minuten wären dann 900 Sekunden, also 900 eingeben) abändern. Denk daran, dass du einen sudo Befehl benutzt, also vergewissere Dich, dass der Befehl korrekt ist, bevor Du Enter drückst (und Du wirst aufgefordert Dein OS X Passwort einzugeben).

3. Dashboard Widgets auf den Desktop ziehen

Ich vergesse immmer, dass es auf meinem Mac ein Dashboard gibt. Tatsächlich sehe ich kaum einen Nutzen darin. Ich denke das hängt damit zusammen, dass Widgets vom Betriebssystem versteckt werden. Um die Dashboard Widgets auf den Desktop ziehen zu können, gibt man folgenden Befehl ein:

Nun muss man sich aus- und wieder einloggen. Um das Widget auf den Desktop zu bekommen muss man es anklicken und die Maustaste gedrückt halten, dann F12 drücken, dadurch wird es vom Dashboard entfernt und man kann es auf den Desktop fallen lassen. Die Widgets schweben nun über den Anwendungen. Ähnlich wie die Gadgets unter Windows 7.

Um dieses Feature zu deaktivieren, einfach YES mit NO in der o.a. Zeile. Nervigerweise muss man sich dann nochmal ab- und anmelden.

4. Deaktivieren von Lion/Mountain Lion's Auto-restore Feature

Das hat mich echt genervt, als ich auf Lion geupdated habe - wenn man eine Anwendung wie z.B. Vorschau öffnet, poppen alle zuletzt verwendeten Dokumente auf. Selbst dann wenn man sie ordentlich beendet hat. Leider gibt es keinen Befehl um dieses Verhalten generell in OS X abzustellen. Man muss diesen Schritt für jede Anwendung wiederholen. Um es für Vorschau abzustellen, tippt man Folgendes ein:

QuickTime ist in meinen Augen genauso ein Übeltäter, also folgenden Befehl eingeben:

Achte darauf, dass die Anwendungen geschlossen und neu gestartet müssen um die Änderungen zu sehen. Will man das Ganze wieder zurückdrehen, einfach false durch true ersetzen (Das Prinzip sollte nun bekannt sein).

5. Versteckte Dateien in Finder anzeigen

Finder versteckt standardmäßig manche Dateien (für die meisten Benutzer sind die ohnehin irrelevant). Will man aber alle Dateien auf dem Computer sehen, tippt man Folgendes ein:

Auch hier gilt: true durch false ersetzen um sie wieder zu verstecken.

6. Dateiformat für Screenshots ändern

Screenshots mit dem eingebauten Shortcut von OS X zu machen ist absolut nützlich, werden aber standardmäßig als PNG Dateien abgespeichert. Will man das ändern, tippt man Folgendes ein:

Man ersetzt Datei-Endung mit den drei Buchstaben für das gewünschte Dateiformat. Für das JPEG-Format zum Beispiel JPG und für das PDF-Format PDF. Terminal ist gar nicht so kompliziert, oder?

7. Komplettes Dashboard entfernen

Weiter oben steht der Befehl um Dashboard Widgets auf den Desktop zu ziehen. Will man aber das komplette Dashboard loswerden (z.B. auf einem alten Mac mit wenig Speicher), dann kann man das mit diesem Terminal Befehl erreichen:

Anschließend das Dock mit dem folgenden Befehl neustarten:

Et, voilà! Kein Dashboard mehr. Will man wieder alles so wie früher haben, ersetzt man YES durch NO in o.a. Befehl und startet das Dock neu.

8. Speicherplatz richtig frei machen

Wenn man auf dem Mac Dateien löscht, dann lässt OS X immer noch Teile der Dateien auf der Festplatte, bis diese von neuen Dateien überschrieben werden. Will man auf Nummer sicher gehen und alle Dateifragmente auf der Festplatte löschen (z.B. bevor man seinen Mac verkaufen möchte), dann führt man folgenden Befehl aus:

Einfach /name-of-drive mit dem Laufwerksnamen ersetzen, welches man löschen möchte. Dieser Befehl benutzt einen speziellen Algorithmus, der 35 mal jede freie Stelle auf der Platte überschreibt. Das ist weit mehr als der Standard vom US-Verteidigungsministerium, welcher nur 7 mal Überschreiben vorsieht.

Übrigens ist der Befehl diskutil ein sehr nützlicher, der es ermöglicht lokale Festplatten und Laufwerke vom Terminal aus zu verwalten. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die meisten dieser Befehle root-Rechte benötigen.

9. Den Mac aus der Ferne bedienen

Den Mac aus der Ferne via SSH zu bedienen ist weitaus vorteilhafter als die Fernwartung mittels Screen-Sharing, da es weniger System-Ressourcen und weniger Bandbreite erfordert. Zunächst muss man die Entfernte Anmeldung auf dem Mac ermöglichen. Dazu geht man in die Systemeinstellungen dann auf Freigaben und zuletzt auf Entfernte Anmeldung.

SSH Mac
Als Erstes das Entfernte Anmelden auf dem Mac einschalten

Ein kleines grünes Licht wird zusammen mit einer IP-Adresse angezeigt, welche man für das Anmelden via Terminal verwenden kann. Die Verbindung zwischen lokalem Mac und dem Entfernten ist gesichert und verschlüsselt, was bedeutet, dass ausgetauschte Daten der beiden Macs nicht abgefangen werden können.

Um sich vom Mac auf einem anderen Mac anzumelden, folgenden Befehl ausführen:

Einfach username mit dem Benutzernamen ersetzen mit dem man sich bei OS X anmelden würde und remote-address mit der IP-Adresse aus dem Freigabe-Einstellungs-Fenster. Nun kann man den Mac fernsteuern und aus der Ferne Terminal Befehle ausführen.

10. Der sprechende Mac!

Zu guter Letzt: Will man, dass der Mac zu einem spricht, dann benutzt man dazu den say Befehl:

Die Worte werden vom Mac mit der Standard-Stimme ausgesprochen. Will man das ändern, geht man in die Systemeinstellungen dann entweder nach Diktat und Sprache (Mountain Lion) oder Sprache (Lion). Hier kann man verschiedene Stimmen auswählen oder Neue von den Apple Servern herunterladen. Ein anderes "hilfreiches" Feature ist die Fähigkeit ein komplettes Textdokument in Sprache umzuwandeln. Einfach folgendes eingeben:

Ersetze DATEINAME.txt mit der eigenen Datei. Das erzeugt eine vorgelesene Version der Datei als AIFF-Datei audio.aiff im aktuellen Verzeichnis.

Tipp:Schon mal darüber nachgedacht, ob der Name des Betriebssystems "OS ten" oder "OS ex" ausgesprochen wird? Der Mac weiss die Antwort. Einfach mal ausprobieren und "say OS X" in Terminal eingeben. Das Ergebnis könnte überraschen.

Zusammenfassung

Ich hoffe dieses kleine Tutorial hat geholfen das Terminal zu entmystifizieren und gezeigt, dass Terminal nicht schwer zu benutzen ist. Man kann noch sehr viel mehr damit erreichen. Wenn man in OS X individuelle Einstellungen machen möchte, die über das Ändern des Hintergrundbildes hinausgehen, dann ist Terminal die erste Anlaufstelle.

Ich hoffe die Befehle oben haben euch Spass gemacht. Fühlt Euch frei, Eure Lieblings-Befehle hier über die Kommentar-Funktion mitzuteilen. Da haben dann alle Mactuts+ Leser was davon!

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